Sziget Festival 2010

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Manchmal freue ich mich, dass ich einen Blog habe.

(Im Radio läuft gerade Faithless – “I can’t get no sleep”. Und schon bin ich in Gedanken wieder vor der Mainstage, mitten in einer springenden Menge, spüre die kühle Augustluft und erinnere mich an genau den Moment, das Gefühl, tatsächlich wieder dort zu sein…)

Sziget Festival 2010 - T-Shirt Logo

Aber mal langsam. Die meisten Geschichten von Festivals beginnen damit, wie viel Bier ins Auto gepasst hat, wie viel davon im Magen (und wieder raus) gelandet ist und wie viele Blackouts man hatte. Versteht mich nicht falsch – jedem seinen eigenen Spaß und seine Definition eines gelungenen Festivals. Meine Geschichten laufen dann doch meist anders ab.

Wir haben nun mehrere Varianten der Hinreise zum Festival probiert: Auto, Flugzeug und Zug. Jede Variante hat seine Nachteile. Dieses mal erreichten wir die Insel recht unbequem in einer Zugfahrt über Nacht und einer anschließenden Fahrt zu sechst im normalen Taxi-Kombi. Mit 5 Rucksäcken und zwei Gitarren macht das 3 Personen sitzend, eine quer auf der Rückbank, und die Federung des Fahrzeugs war schier nicht vorhanden.

(Radio: Led Zeppelin – Stairway to Heaven)

Aber wie auch immer – wir hatten es auf die Insel geschafft, die Zelte waren aufgebaut und die Wertsachen verstaut. Das ist ein alt bewährtes Ritual, welches sich über die Jahre durchgesetzt hatte und besonders wichtig ist, denn unmittelbar danach ist man… “angekommen”. Auf Erkundungstour ging es ein wenig über die Insel, viele Zelte waren schon aufgebaut, die Bühnen standen, das Buffet eröffnet…

Sziget Festival 2010 - Grillbuffet

Danach ging die Tour schon wieder weiter, erst mal zurecht finden, einen Überblick bekommen, Bewährtes suchen, Neues finden… Mainstage ist da, Worldstage ist da, Blues-Stage ist da, Partyarena steht, Meduza… :D – ich weiß nicht wie es anderen Leuten geht, aber ich kriege da immer ein breites Grinsen.  Am Abend bleiben wir bei der Jägermeister-Bar hängen, bei Hits von SNAP, über MC Hammer, bis hin zu Rage Against The Machine. Um 2 Uhr schleppen wir uns bereits ins Zelt, unsere Ausrede: Die Zugfahrt.

Am zweiten Tag gabs dann schon den gewohnten Ablauf: frühstücken, chillen, erkunden, essen, feiern! Der Tag stand ganz im Zeichen von Bob Marley, so gab es Konzerte von The Aggrolites, Toots & the Maytals, The Wailers und UB40. Alles auf der Mainstage und mit allen “Inselbewohnern” gemeinsam. The Wailers waren famos und für das Festival der perfekte Act in Erinnerung an Bob Marley. Irgendwie hatte man das Gefühl, er wäre dabei.

Sziget Festival 2010 - Mainstage

Alle haben mitgesungen, getanzt, friedlich miteinander gefeiert. Den Mainact hatten unberechtigterweise UB40. In Hemd und Jeans Reggae zu performen macht keinen Spaß. Und mit der Meinung waren wir nicht die einzigen. Nach mehreren Liedern fanden wir uns plötzlich mitten in einer Gruppe von ca. 20 Leuten, die entweder irgendwie blödsinnig tanzten oder zum identischen Rythmus Bob Marley-Lieder sangen: “Baby don’t worry, about a thing, cause every little thing gonna be all right…”. In der Gruppe waren Ungarn, Holländer, Engländer und wir. Wobei die Engländer(innen) wieder ausgestiegen sind, nachdem sie gemerkt hatten, dass wir uns über UB40 lustig gemacht hatten.

Sziget Dance UB40

Letztendlich endete das in einem riesigen “Reggae-Train”, der dann von einer Engländerin fälschlicherweise als Bolognese betitelt wurde. Pf… Bolognese… ;) Auf jeden Fall war es eine riesige Party, deren Ende dann doch mit “Red Red Wine” recht versöhnlich wurde. Nur – wo zum Henker ist die hübsche Holländerin geblieben? ;) Party bis 3 Uhr, dann gings wieder ins Zelt. Die Ausrede war dieses mal nicht der Zug oder die allgemeine Erschöpfung – Das Festival hatte zu diesem Zeitpunkt offiziell noch gar nicht begonnen. Tag 1 war der Tag danach…

Nun, jedes Konzert aufzuzählen, welches wir auf dem Sziget gesehen haben, wird dem Festival nicht gerecht. Viele kaufen das Ticket bevor überhaupt eine Band bestätigt wurde. Einfach nur dabei sein, die Musik nimmt man einfach mit. Und doch ein kurzer Überblick über die Highlights:
Tag 1: Ska-P, Ill Nino, Buena Vista Social Club.
Tag 2: Skindred, Faithless, Gorillaz Sound System
Tag 3: Gentleman, Rotfront, Adam Beyer
Tag 4: Iron Maiden
Tag 5: Danko Jones, Billy Talent, Die Antwoord, Shantel

Zwischendurch gab es eine kleine Bootsfahrt auf der Donau, einen kleinen Städtetrip nach Budapest und leckeres Essen in der Markthalle.

Budapest City Panorama

Budapest Panorama Parlament Duna

Eigentlich habe ich schon vor drei Jahren gesagt: “Das war das letzte mal”. Nächstes Jahr will ich das versuchen. Vielleicht schaffe ich es. Vielleicht nicht. Jemand sagte mir mal: “Normalerweise sitzt Du um diese Zeit in München, im Büro oder daheim auf dem Sofa. Dann doch lieber hier!”. Leider hat er da verdammt Recht. Verdammt!

Szia!

Fotoseite online

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Die neue Fotoseite ist online. Dieses mal gehts hauptsächlich um die Fotos. Kein Schnickschnack, ein Foto pro Seite und ein schwarzer Hintergrund, der nicht ablenken soll.

Hier ein kleiner Vorgeschmack.

Den Rest gibts beim Click aufs Bild!

Fotoausflug nach… Venedig

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Lange nicht mehr geschrieben, lange nicht mehr fotografiert, also ab nach Venedig :). Eigentlich war es als Fotoausflug in die Toskana geplant, aber da ich so mehr auf der Autobahn als beim Fotografieren gewesen wäre, wurde es der italienische Norden. Ein toller Tag, tolles Wetter und eine Stadt… über die man wohl nicht viel erzählen muss. Und da es ein Fotoausflug war…

Fotoausflug nach Venedig führte zum Marcusplatz

Fotoausflug nach Venedig führte zum Marcusplatz

Fotoausflug Venedig - Wohnen in der Stadt

Fotoausflug Venedig - Wohnen in der Stadt

Venedig unter Wasser

Venedig unter Wasser

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